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PVC hart und Essigsäure: Beständigkeit

Hart-PVC (weichmacherfreies Polyvinylchlorid)

Bewertung

Konzentration20 °C50 °CHinweis
5 %AA
10 %AC
50 %AB
90 %AB
100 %––

Werkstoffvergleich bei 20 °C

Essigsäure: Werkstoffvergleich bei 20 °CPVC hart: A (highlighted); Aluminium: A; ECTFE/ETFE: A; FEP: A; HDPE: A; LDPE: A.Aluminium: AECTFE/ETFE: AFEP: AHDPE: ALDPE: APMP: APP: APTFE: APVC hart: APVC-UPVDF: AEdelstahl 304: AEdelstahl 316: APolysulfon: CEPDM: DViton (FPM): DNBR: DPolyamid (PA): DPolycarbonat: DPETG: DPOM (Acetal): DPolystyrol: DPVC weich: DSAN: DSilikon: –
A sehr gut beständigB gut beständigC eingeschränkt beständigD nicht beständigkeine Angabe
Jeder Balken steht für einen Werkstoff. Höhere Balken bedeuten bessere Beständigkeit. Der hervorgehobene Balken ist der aktuelle Werkstoff.

Beständigkeitsübersicht

PVC hart zeigt ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber Essigsäure über alle 4 getesteten Konzentrationen (5 %, 10 %, 50 %, 90 %) bei 20 °C und ist damit eine zuverlässige Wahl für Lagerung, Transport und Handhabung bei jeder der getesteten Stärken. Bei 50 °C sinkt die Beständigkeitsbewertung jedoch, was darauf hinweist, dass die Temperatur in der Auslegung berücksichtigt werden muss. Für beheizte Anwendungen wird eine zusätzliche Prüfung unter realen Betriebsbedingungen dringend empfohlen.

Anwendungskontext

Essigsäure kommt häufig in der Metallveredelung und Laborarbeit vor. PVC hart (Rigid (unplasticised) polyvinyl chloride) ist ein Thermoplast, der typischerweise für Tanks, Rohrleitungen, Behälter und Auskleidungen eingesetzt wird. Da Essigsäure als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Praxisempfehlung

PVC hart kann mit Zuversicht für die Lagerung und Handhabung von Essigsäure eingesetzt werden. Die Bewertung A bedeutet, dass der Werkstoff nach längerem Kontakt unter Prüfbedingungen keine wesentlichen Änderungen in Gewicht, Abmessungen oder mechanischen Eigenschaften zeigt. Bei erhöhten Temperaturen (50 °C) tritt eine gewisse Verringerung der Beständigkeit auf; regelmäßige Inspektion ist bei beheizten Anwendungen ratsam. Das Verhalten unter realen Betriebsbedingungen sollte stets vorab geprüft werden.

Wussten Sie?

Chemische Beständigkeitsprüfungen nach DIN- und ISO-Normen bewerten typischerweise Gewichtsänderung, Maßänderung und Erhalt der Zugfestigkeit nach Eintauchen.

Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C

Grundlage: Zeile für 90 %, 20 °C.

Thermoplaste
HDPE A, PP A, LDPE A, PMP A
Fluorkunststoffe
PTFE A, PVDF A, FEP A, ECTFE/ETFE A
Metalle
Edelstahl 316 A, Edelstahl 304 A, Aluminium A

Über PVC hart

Hart-PVC ist gegen Säuren, Laugen und Salzlösungen gut beständig. Ketone, Ester sowie aromatische und chlorierte Lösungsmittel lösen es an oder lassen es quellen. Die Gebrauchstemperatur ist auf etwa 60 °C begrenzt.

Bewertungsskala

Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.

Zu diesen Daten

Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.

Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.