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PETG und Ammoniumhydroxid (Ammoniakwasser): Beständigkeit

Polyethylenterephthalat-Glykol (Co-Polyester)

Bewertung

Konzentration20 °C50 °CHinweis
5 %B*–
30 %BD
Konzentration nicht angegebenBD

* geschätzte Bewertung, in der Quelle ohne Temperaturangabe

Werkstoffvergleich bei 20 °C

Ammoniumhydroxid (Ammoniakwasser): Werkstoffvergleich bei 20 °CPETG: B (highlighted); Aluminium: A; ECTFE/ETFE: A; EPDM: A; FEP: A; HDPE: A.Aluminium: AECTFE/ETFE: AEPDM: AFEP: AHDPE: ALDPE: APMP: APOM (Acetal): APP: APTFE: APVC hart: AEdelstahl 304: AEdelstahl 316: ANBR: BPETG: BPETGPolystyrol: BPolysulfon: BPVDF: BViton (FPM): CPolyamid (PA): CPolycarbonat: DPVC weich: –SAN: –Silikon: –
A sehr gut beständigB gut beständigC eingeschränkt beständigD nicht beständigkeine Angabe
Jeder Balken steht für einen Werkstoff. Höhere Balken bedeuten bessere Beständigkeit. Der hervorgehobene Balken ist der aktuelle Werkstoff.

Beständigkeitsübersicht

PETG behält eine konstante Bewertung von B über alle 3 getesteten Konzentrationen (5 %, 30 %) von Ammoniumhydroxid (Ammoniakwasser) bei 20 °C. Dass sich die Bewertung im getesteten Bereich nicht mit der Konzentration ändert, vereinfacht die Werkstoffauswahl, wobei das Verhalten jenseits dieses Bereichs ungeprüft bleibt. Bei 50 °C sinkt die Beständigkeitsbewertung jedoch, was darauf hinweist, dass die Temperatur in der Auslegung berücksichtigt werden muss. Für beheizte Anwendungen wird eine zusätzliche Prüfung unter realen Betriebsbedingungen dringend empfohlen.

Anwendungskontext

Ammoniumhydroxid (Ammoniakwasser) kommt häufig in der Zellstoff- und Papierindustrie und Wasseraufbereitung vor. PETG (Polyethylene terephthalate glycol (co-polyester)) ist ein Thermoplast, der typischerweise für Tanks, Rohrleitungen, Behälter und Auskleidungen eingesetzt wird. Da Ammoniumhydroxid (Ammoniakwasser) als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Praxisempfehlung

PETG ist unter normalen Bedingungen für den Einsatz mit Ammoniumhydroxid (Ammoniakwasser) geeignet, es ist jedoch mit geringfügigen Auswirkungen auf den Werkstoff zu rechnen. Eine regelmäßige Kontrolle auf Quellung, Erweichung oder Gewichtsänderung wird empfohlen, insbesondere bei langlebigen Bauteilen. Eine langzeitige Exposition bei erhöhten Temperaturen sollte vermieden werden, da die Beständigkeit bei 50 °C weiter abnimmt. Für sicherheitskritische oder langlebige Anwendungen sollten HDPE, LDPE, PMP (Bewertung A) in Betracht gezogen werden.

Wussten Sie?

Bei der Auswahl von Thermoplastn für den Einsatz mit Ammoniumhydroxid (Ammoniakwasser) berücksichtigen Ingenieure neben der Beständigkeitsbewertung auch Permeationsrate, Kriechverhalten und Schweißbarkeit.

Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C

Grundlage: Zeile für 30 %, 20 °C.

Thermoplaste
HDPE A, PP A, PVC hart A, LDPE A, POM (Acetal) A, Polystyrol B, Polysulfon B, PMP A
Fluorkunststoffe
PTFE A, PVDF B, FEP A, ECTFE/ETFE A
Elastomere
EPDM A, NBR B
Metalle
Edelstahl 316 A, Edelstahl 304 A, Aluminium A

Über PETG

PETG ist ein Co-Polyester für transparente Behälter. Starke Säuren und Laugen sowie die meisten organischen Lösungsmittel greifen es an.

Bewertungsskala

Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.

Zu diesen Daten

Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.

Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.