Bewertung
| Konzentration | 20 °C | 50 °C | Hinweis |
|---|---|---|---|
| techn. rein | B | C |
Werkstoffvergleich bei 20 °C
Beständigkeitsübersicht
Polysulfon zeigt gute, aber eingeschränkte Beständigkeit (B) gegenüber Butanol bei techn. rein bei 20 °C. Der Werkstoff kann im Kontakt verwendet werden, es können jedoch bei längerer Einwirkung geringfügige Effekte wie leichtes Quellen oder eine geringe Abnahme der mechanischen Eigenschaften auftreten. Eine regelmäßige Inspektion der Bauteile im Betrieb ist ratsam. Bei 50 °C sinkt die Beständigkeitsbewertung jedoch, was darauf hinweist, dass die Temperatur in der Auslegung berücksichtigt werden muss. Für beheizte Anwendungen wird eine zusätzliche Prüfung unter realen Betriebsbedingungen dringend empfohlen.
Anwendungskontext
Butanol kommt häufig in der Kosmetikproduktion und Lebensmittel- und Getränkeherstellung vor. Polysulfon (Polysulfone) ist ein Thermoplast, der typischerweise für Tanks, Rohrleitungen, Behälter und Auskleidungen eingesetzt wird. Da Butanol entzündlich ist, muss bei der Werkstoffauswahl auch das Risiko einer statischen Aufladung und die Notwendigkeit einer ordnungsgemäßen Erdung in Lager- und Umfüllsystemen berücksichtigt werden.
Praxisempfehlung
Polysulfon ist unter normalen Bedingungen für den Einsatz mit Butanol geeignet, es ist jedoch mit geringfügigen Auswirkungen auf den Werkstoff zu rechnen. Eine regelmäßige Kontrolle auf Quellung, Erweichung oder Gewichtsänderung wird empfohlen, insbesondere bei langlebigen Bauteilen. Eine langzeitige Exposition bei erhöhten Temperaturen sollte vermieden werden, da die Beständigkeit bei 50 °C weiter abnimmt. Für sicherheitskritische oder langlebige Anwendungen sollten HDPE, LDPE, Polyamid (PA) (Bewertung A) in Betracht gezogen werden.
Wussten Sie?
Polysulfone wurde erstmals in den 1960er Jahren entwickelt und ist nach wie vor eines der am häufigsten verwendeten Thermoplast in der chemischen Verfahrenstechnik.
Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C
Grundlage: Zeile für techn. rein, 20 °C.
- Thermoplaste
- HDPE A, PP A, PVC hart B, LDPE A, Polyamid (PA) A, POM (Acetal) A, Polycarbonat B, Polystyrol A, PETG A, PMP A, SAN A
- Fluorkunststoffe
- PTFE A, PVDF A, FEP A, ECTFE/ETFE A
- Elastomere
- EPDM B, NBR A
- Metalle
- Edelstahl 316 A, Edelstahl 304 A, Aluminium A
Über Polysulfon
Polysulfon hält heißem Wasser und Dampf stand. Ketone, Ester sowie chlorierte und aromatische Lösungsmittel greifen es an.
Bewertungsskala
- A sehr gut beständig
- B gut beständig
- C eingeschränkt beständig
- D nicht beständig
- – keine Angabe
- K keine allgemeine Angabe möglich
Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.
Zu diesen Daten
Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.
Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.