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HDPE und Chromsäure: Beständigkeit

Polyethylen hoher Dichte

Bewertung

Konzentration20 °C50 °CHinweis
10 %AA
20 %––
50 %CD

Werkstoffvergleich bei 20 °C

Chromsäure: Werkstoffvergleich bei 20 °CHDPE: C (highlighted); ECTFE/ETFE: A; FEP: A; Viton (FPM): A; PTFE: A; PVC hart: A.ECTFE/ETFE: AFEP: AViton (FPM): APTFE: APVC hart: APVC weich: APVDF: APMP: BEdelstahl 304: BEdelstahl 316: BAluminium: CHDPE: CHDPELDPE: CPolycarbonat: CPP: CPolystyrol: CSAN: CEPDM: DNBR: DPolyamid (PA): DPETG: DPOM (Acetal): DPolysulfon: DSilikon: –
A sehr gut beständigB gut beständigC eingeschränkt beständigD nicht beständigkeine Angabe
Jeder Balken steht für einen Werkstoff. Höhere Balken bedeuten bessere Beständigkeit. Der hervorgehobene Balken ist der aktuelle Werkstoff.

Beständigkeitsübersicht

Die Beständigkeit von HDPE gegenüber Chromsäure ist konzentrationsabhängig. Über die 2 getesteten Konzentrationen (10 %, 50 %) reicht die 20-°C-Bewertung von A bei niedrigeren bis D bei höheren Konzentrationen. Ingenieure müssen daher prüfen, welche Konzentration ihr Prozess tatsächlich umfasst, bevor sie sich auf eine einzelne Bewertung verlassen. Bei 50 °C sinkt die Beständigkeitsbewertung jedoch, was darauf hinweist, dass die Temperatur in der Auslegung berücksichtigt werden muss. Für beheizte Anwendungen wird eine zusätzliche Prüfung unter realen Betriebsbedingungen dringend empfohlen.

Anwendungskontext

Chromsäure kommt häufig in der Laborarbeit und Oberflächenreinigung vor. HDPE (High-density polyethylene) ist ein Thermoplast, der typischerweise für Tanks, Rohrleitungen, Behälter und Auskleidungen eingesetzt wird. Da Chromsäure als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Praxisempfehlung

HDPE hat eingeschränkte Beständigkeit gegenüber Chromsäure und sollte nur für kurzzeitigen oder gelegentlichen Kontakt bei Raumtemperatur verwendet werden. Die Bewertung C bedeutet, dass der Werkstoff merkliche Veränderungen erfährt — Quellung, Festigkeitsverlust oder Oberflächenabbau —, die ihn für dauerhafte Installationen ungeeignet machen. Für dauerhafte oder kontinuierliche Belastung bieten PVC hart, PVC weich, ECTFE/ETFE deutlich bessere Beständigkeit (Bewertung A).

Wussten Sie?

Bei der Auswahl von Thermoplastn für den Einsatz mit Chromsäure berücksichtigen Ingenieure neben der Beständigkeitsbewertung auch Permeationsrate, Kriechverhalten und Schweißbarkeit.

Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C

Grundlage: Zeile für 50 %, 20 °C.

Thermoplaste
PVC hart A, PVC weich A, PMP B
Fluorkunststoffe
PTFE A, PVDF A, FEP A, ECTFE/ETFE A
Elastomere
Viton (FPM) A
Metalle
Edelstahl 316 B, Edelstahl 304 B

Über HDPE

Polyethylen hoher Dichte ist gegen die meisten wässrigen Säuren, Laugen und Salzlösungen beständig. Stark oxidierende Säuren, chlorierte Lösungsmittel und aromatische Kohlenwasserstoffe greifen es an oder lassen es quellen. Die Dauergebrauchstemperatur liegt meist bei etwa 80 °C.

Bewertungsskala

Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.

Zu diesen Daten

Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.

Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.