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Polycarbonat und Salzsäure: Beständigkeit

Polycarbonat

Bewertung

Konzentration20 °C50 °CHinweis
1-5 %AA
20 %BC
35 %DD
konz.DD

Werkstoffvergleich bei 20 °C

Salzsäure: Werkstoffvergleich bei 20 °CPolycarbonat: D (highlighted); ECTFE/ETFE: A; FEP: A; Viton (FPM): A; HDPE: A; LDPE: A.ECTFE/ETFE: AFEP: AViton (FPM): AHDPE: ALDPE: APMP: APP: APolysulfon: APTFE: APVDF: ASAN: APVC hart: BEPDM: CPolystyrol: CPVC weich: CAluminium: DNBR: DPolyamid (PA): DPolycarbonat: DPCPETG: DPOM (Acetal): DEdelstahl 304: DEdelstahl 316: DSilikon: –
A sehr gut beständigB gut beständigC eingeschränkt beständigD nicht beständigkeine Angabe
Jeder Balken steht für einen Werkstoff. Höhere Balken bedeuten bessere Beständigkeit. Der hervorgehobene Balken ist der aktuelle Werkstoff.

Beständigkeitsübersicht

Die Beständigkeit von Polycarbonat gegenüber Salzsäure ist konzentrationsabhängig. Über die 4 getesteten Konzentrationen (1-5 %, 20 %, 35 %, konz.) reicht die 20-°C-Bewertung von A bei niedrigeren bis D bei höheren Konzentrationen. Ingenieure müssen daher prüfen, welche Konzentration ihr Prozess tatsächlich umfasst, bevor sie sich auf eine einzelne Bewertung verlassen. Bei 50 °C sinkt die Beständigkeitsbewertung jedoch, was darauf hinweist, dass die Temperatur in der Auslegung berücksichtigt werden muss. Für beheizte Anwendungen wird eine zusätzliche Prüfung unter realen Betriebsbedingungen dringend empfohlen.

Anwendungskontext

Salzsäure kommt häufig in der Metallveredelung und Wasseraufbereitung vor. Polycarbonat (Polycarbonate) ist ein Thermoplast, der typischerweise für Tanks, Rohrleitungen, Behälter und Auskleidungen eingesetzt wird. Da Salzsäure als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Praxisempfehlung

Polycarbonat wird für den Einsatz mit Salzsäure nicht empfohlen. Die Bewertung D zeigt an, dass der Werkstoff schnell und stark abgebaut wird, was Rissbildung, Auflösung, starke Quellung oder vollständiges Strukturversagen umfassen kann. Die Verwendung dieser Kombination birgt das Risiko von Anlagenschäden, Leckagen und Sicherheitsvorfällen. Erwägen Sie stattdessen HDPE, LDPE, PMP, die für diese Chemikalie mit A bewertet sind und eine zuverlässige Langzeitleistung bieten.

Wussten Sie?

Polycarbonate wurde erstmals in den 1950er Jahren entwickelt und ist nach wie vor eines der am häufigsten verwendeten Thermoplast in der chemischen Verfahrenstechnik.

Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C

Grundlage: Zeile für 35 %, 20 °C.

Thermoplaste
HDPE A, PP A, PVC hart B, LDPE A, Polysulfon A, PMP A, SAN A
Fluorkunststoffe
PTFE A, PVDF A, FEP A, ECTFE/ETFE A
Elastomere
Viton (FPM) A

Über Polycarbonat

Polycarbonat wird von Laugen, Aminen, Ketonen, Estern und vielen organischen Lösungsmitteln angegriffen und neigt im Kontakt damit unter Last zu Spannungsrissen.

Bewertungsskala

Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.

Zu diesen Daten

Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.

Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.