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Polyamid (PA) und Wasserstoffperoxid: Beständigkeit

Polyamid (Nylon)

Bewertung

Konzentration20 °C50 °CHinweis
3 %C*–
30 %DD
90 %DD
100 %DD

* geschätzte Bewertung, in der Quelle ohne Temperaturangabe

Werkstoffvergleich bei 20 °C

Wasserstoffperoxid: Werkstoffvergleich bei 20 °CPolyamid (PA): D (highlighted); ECTFE/ETFE: A; FEP: A; Viton (FPM): A; HDPE: A; LDPE: A.ECTFE/ETFE: AFEP: AViton (FPM): AHDPE: ALDPE: APolycarbonat: APMP: APP: APolystyrol: APolysulfon: APTFE: APVC hart: APVDF: AEdelstahl 304: AEdelstahl 316: AAluminium: CEPDM: CNBR: DPolyamid (PA): DPAPOM (Acetal): DPETG: –PVC weich: –SAN: –Silikon: –
A sehr gut beständigB gut beständigC eingeschränkt beständigD nicht beständigkeine Angabe
Jeder Balken steht für einen Werkstoff. Höhere Balken bedeuten bessere Beständigkeit. Der hervorgehobene Balken ist der aktuelle Werkstoff.

Beständigkeitsübersicht

Die Beständigkeit von Polyamid (PA) gegenüber Wasserstoffperoxid ist konzentrationsabhängig. Über die 4 getesteten Konzentrationen (3 %, 30 %, 90 %, 100 %) reicht die 20-°C-Bewertung von C bei niedrigeren bis D bei höheren Konzentrationen. Ingenieure müssen daher prüfen, welche Konzentration ihr Prozess tatsächlich umfasst, bevor sie sich auf eine einzelne Bewertung verlassen. Die Bewertung bleibt zwischen 20 °C und 50 °C stabil, sodass dieser Werkstoff auch bei moderat erhöhten Prozesstemperaturen ohne zusätzliches Risiko eingesetzt werden kann.

Anwendungskontext

Wasserstoffperoxid kommt häufig in der Wasserdesinfektion und Bleichen vor. Polyamid (PA) (Polyamide (nylon)) ist ein Thermoplast, der typischerweise für Tanks, Rohrleitungen, Behälter und Auskleidungen eingesetzt wird. Da Wasserstoffperoxid als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Praxisempfehlung

Polyamid (PA) wird für den Einsatz mit Wasserstoffperoxid nicht empfohlen. Die Bewertung D zeigt an, dass der Werkstoff schnell und stark abgebaut wird, was Rissbildung, Auflösung, starke Quellung oder vollständiges Strukturversagen umfassen kann. Die Verwendung dieser Kombination birgt das Risiko von Anlagenschäden, Leckagen und Sicherheitsvorfällen. Erwägen Sie stattdessen HDPE, LDPE, Polycarbonat, die für diese Chemikalie mit A bewertet sind und eine zuverlässige Langzeitleistung bieten.

Wussten Sie?

Die chemische Beständigkeit von Polyamid (PA) hängt nicht nur von der Konzentration ab, sondern auch von der Einwirkdauer, mechanischen Belastung und der Anwesenheit anderer Chemikalien im Gemisch.

Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C

Grundlage: Zeile für 90 %, 20 °C.

Thermoplaste
HDPE A, PP A, PVC hart A, LDPE A, Polycarbonat A, Polystyrol A, Polysulfon A, PMP A
Fluorkunststoffe
PTFE A, PVDF A, FEP A, ECTFE/ETFE A
Elastomere
Viton (FPM) A
Metalle
Edelstahl 316 A, Edelstahl 304 A

Über Polyamid (PA)

Polyamid (Nylon) ist gegen Kraftstoffe, Öle und viele Lösungsmittel beständig. Mineralsäuren, auch verdünnte, und starke Oxidationsmittel greifen es an; außerdem nimmt es Wasser auf.

Bewertungsskala

Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.

Zu diesen Daten

Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.

Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.