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Polystyrol und Milchsäure: Beständigkeit

Polystyrol

Bewertung

Konzentration20 °C50 °CHinweis
3 %BB
80 %AA
85 %BB

Werkstoffvergleich bei 20 °C

Milchsäure: Werkstoffvergleich bei 20 °CPolystyrol: B (highlighted); Aluminium: A; ECTFE/ETFE: A; FEP: A; Viton (FPM): A; HDPE: A.Aluminium: AECTFE/ETFE: AFEP: AViton (FPM): AHDPE: ALDPE: ANBR: APolycarbonat: APMP: APP: APolysulfon: APTFE: APVDF: ASAN: AEdelstahl 304: AEdelstahl 316: APolystyrol: BPSPVC hart: BPVC weich: BEPDM: CPolyamid (PA): CPOM (Acetal): CPETG: –Silikon: –
A sehr gut beständigB gut beständigC eingeschränkt beständigD nicht beständigkeine Angabe
Jeder Balken steht für einen Werkstoff. Höhere Balken bedeuten bessere Beständigkeit. Der hervorgehobene Balken ist der aktuelle Werkstoff.

Beständigkeitsübersicht

Die Beständigkeit von Polystyrol gegenüber Milchsäure ist konzentrationsabhängig. Über die 3 getesteten Konzentrationen (3 %, 80 %, 85 %) reicht die 20-°C-Bewertung von A bei niedrigeren bis B bei höheren Konzentrationen. Ingenieure müssen daher prüfen, welche Konzentration ihr Prozess tatsächlich umfasst, bevor sie sich auf eine einzelne Bewertung verlassen. Die Bewertung bleibt zwischen 20 °C und 50 °C stabil, sodass dieser Werkstoff auch bei moderat erhöhten Prozesstemperaturen ohne zusätzliches Risiko eingesetzt werden kann.

Anwendungskontext

Milchsäure kommt häufig in der Laborarbeit und Oberflächenreinigung vor. Polystyrol (Polystyrene) ist ein Thermoplast, der typischerweise für Tanks, Rohrleitungen, Behälter und Auskleidungen eingesetzt wird. Da Milchsäure als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Praxisempfehlung

Polystyrol ist unter normalen Bedingungen für den Einsatz mit Milchsäure geeignet, es ist jedoch mit geringfügigen Auswirkungen auf den Werkstoff zu rechnen. Eine regelmäßige Kontrolle auf Quellung, Erweichung oder Gewichtsänderung wird empfohlen, insbesondere bei langlebigen Bauteilen. Für sicherheitskritische oder langlebige Anwendungen sollten HDPE, LDPE, Polycarbonat (Bewertung A) in Betracht gezogen werden.

Wussten Sie?

In der industriellen Praxis werden Bauteile aus Polystyrol im Kontakt mit Milchsäure regelmäßig auf Quellung, Verfärbung oder Verlust der mechanischen Festigkeit als Frühwarnsignale eines chemischen Angriffs untersucht.

Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C

Grundlage: Zeile für 85 %, 20 °C.

Thermoplaste
HDPE A, PP A, PVC hart B, LDPE A, Polycarbonat A, PVC weich B, Polysulfon A, PMP A, SAN A
Fluorkunststoffe
PTFE A, PVDF A, FEP A, ECTFE/ETFE A
Elastomere
Viton (FPM) A, NBR A
Metalle
Edelstahl 316 A, Edelstahl 304 A, Aluminium A

Über Polystyrol

Polystyrol wird von den meisten organischen Lösungsmitteln angegriffen, darunter Ketone, Ester sowie aromatische und chlorierte Kohlenwasserstoffe. Es wird für verdünnte wässrige Lösungen eingesetzt.

Bewertungsskala

Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.

Zu diesen Daten

Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.

Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.