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Polystyrol und Propionsäure: Beständigkeit

Polystyrol

Bewertung

Konzentration20 °C50 °CHinweis
50 %DD
Konzentration nicht angegebenDD

Werkstoffvergleich bei 20 °C

Propionsäure: Werkstoffvergleich bei 20 °CPolystyrol: D (highlighted); Aluminium: A; FEP: A; Viton (FPM): A; HDPE: A; LDPE: A.Aluminium: AFEP: AViton (FPM): AHDPE: ALDPE: APP: APTFE: APVC hart: APVDF: AEdelstahl 304: AEdelstahl 316: AEPDM: CPolyamid (PA): CPVC weich: CNBR: DPolycarbonat: DPOM (Acetal): DPolystyrol: DPSPolysulfon: DECTFE/ETFE: –PETG: –PMP: –SAN: –Silikon: –
A sehr gut beständigB gut beständigC eingeschränkt beständigD nicht beständigkeine Angabe
Jeder Balken steht für einen Werkstoff. Höhere Balken bedeuten bessere Beständigkeit. Der hervorgehobene Balken ist der aktuelle Werkstoff.

Beständigkeitsübersicht

Polystyrol behält eine konstante Bewertung von D über alle 2 getesteten Konzentrationen (50 %) von Propionsäure bei 20 °C. Dass sich die Bewertung im getesteten Bereich nicht mit der Konzentration ändert, vereinfacht die Werkstoffauswahl, wobei das Verhalten jenseits dieses Bereichs ungeprüft bleibt. Die Bewertung bleibt zwischen 20 °C und 50 °C stabil, sodass dieser Werkstoff auch bei moderat erhöhten Prozesstemperaturen ohne zusätzliches Risiko eingesetzt werden kann.

Anwendungskontext

Propionsäure kommt häufig in der Metallveredelung und chemische Verarbeitung vor. Polystyrol (Polystyrene) ist ein Thermoplast, der typischerweise für Tanks, Rohrleitungen, Behälter und Auskleidungen eingesetzt wird. Da Propionsäure als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Praxisempfehlung

Polystyrol wird für den Einsatz mit Propionsäure nicht empfohlen. Die Bewertung D zeigt an, dass der Werkstoff schnell und stark abgebaut wird, was Rissbildung, Auflösung, starke Quellung oder vollständiges Strukturversagen umfassen kann. Die Verwendung dieser Kombination birgt das Risiko von Anlagenschäden, Leckagen und Sicherheitsvorfällen. Erwägen Sie stattdessen HDPE, LDPE, PP, die für diese Chemikalie mit A bewertet sind und eine zuverlässige Langzeitleistung bieten.

Wussten Sie?

In der industriellen Praxis werden Bauteile aus Polystyrol im Kontakt mit Propionsäure regelmäßig auf Quellung, Verfärbung oder Verlust der mechanischen Festigkeit als Frühwarnsignale eines chemischen Angriffs untersucht.

Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C

Grundlage: Zeile für 50 %, 20 °C.

Thermoplaste
HDPE A, PP A, PVC hart A, LDPE A
Fluorkunststoffe
PTFE A, PVDF A, FEP A
Elastomere
Viton (FPM) A
Metalle
Edelstahl 316 A, Edelstahl 304 A, Aluminium A

Über Polystyrol

Polystyrol wird von den meisten organischen Lösungsmitteln angegriffen, darunter Ketone, Ester sowie aromatische und chlorierte Kohlenwasserstoffe. Es wird für verdünnte wässrige Lösungen eingesetzt.

Bewertungsskala

Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.

Zu diesen Daten

Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.

Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.