ChemicalResistance
ChemicalResistance.org

Aluminium und Natriumhydroxid (Ätznatron): Beständigkeit

Aluminium

Bewertung

Konzentration20 °C50 °CHinweis
1 %D*–
30 %DD
45 %DD
50 %DD
60 %DD
konz.DD

* geschätzte Bewertung, in der Quelle ohne Temperaturangabe

Werkstoffvergleich bei 20 °C

Natriumhydroxid (Ätznatron): Werkstoffvergleich bei 20 °CAluminium: D (highlighted); EPDM: A; HDPE: A; LDPE: A; Polyamid (PA): A; PMP: A.EPDM: AHDPE: ALDPE: APolyamid (PA): APMP: APP: APolystyrol: APolysulfon: APTFE: AEdelstahl 304: AEdelstahl 316: ANBR: BViton (FPM): CPOM (Acetal): CAluminium: DAlPolycarbonat: DPETG: DPVDF: DECTFE/ETFE: –FEP: –PVC hart: –PVC weich: –SAN: –Silikon: –
A sehr gut beständigB gut beständigC eingeschränkt beständigD nicht beständigkeine Angabe
Jeder Balken steht für einen Werkstoff. Höhere Balken bedeuten bessere Beständigkeit. Der hervorgehobene Balken ist der aktuelle Werkstoff.

Beständigkeitsübersicht

Aluminium behält eine konstante Bewertung von D über alle 6 getesteten Konzentrationen (1 %, 30 %, 45 %, 50 %, 60 %, konz.) von Natriumhydroxid (Ätznatron) bei 20 °C. Dass sich die Bewertung im getesteten Bereich nicht mit der Konzentration ändert, vereinfacht die Werkstoffauswahl, wobei das Verhalten jenseits dieses Bereichs ungeprüft bleibt. Die Bewertung bleibt zwischen 20 °C und 50 °C stabil, sodass dieser Werkstoff auch bei moderat erhöhten Prozesstemperaturen ohne zusätzliches Risiko eingesetzt werden kann.

Anwendungskontext

Natriumhydroxid (Ätznatron) kommt häufig in der Wasseraufbereitung und Textilverarbeitung vor. Aluminium (Aluminium) ist ein Metall, der typischerweise für Behälter, Wärmetauscher, Armaturen und tragende Bauteile eingesetzt wird. Da Natriumhydroxid (Ätznatron) als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Praxisempfehlung

Aluminium wird für den Einsatz mit Natriumhydroxid (Ätznatron) nicht empfohlen. Die Bewertung D zeigt an, dass der Werkstoff schnell und stark abgebaut wird, was Rissbildung, Auflösung, starke Quellung oder vollständiges Strukturversagen umfassen kann. Die Verwendung dieser Kombination birgt das Risiko von Anlagenschäden, Leckagen und Sicherheitsvorfällen. Erwägen Sie stattdessen HDPE, LDPE, Polyamid (PA), die für diese Chemikalie mit A bewertet sind und eine zuverlässige Langzeitleistung bieten.

Wussten Sie?

In der industriellen Praxis werden Bauteile aus Aluminium im Kontakt mit Natriumhydroxid (Ätznatron) regelmäßig auf Quellung, Verfärbung oder Verlust der mechanischen Festigkeit als Frühwarnsignale eines chemischen Angriffs untersucht.

Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C

Grundlage: Zeile für 60 %, 20 °C.

Thermoplaste
HDPE A, PP A, LDPE A, Polyamid (PA) A, Polystyrol A, Polysulfon A, PMP A
Fluorkunststoffe
PTFE A
Elastomere
EPDM A, NBR B
Metalle
Edelstahl 316 A, Edelstahl 304 A

Über Aluminium

Aluminium ist durch eine dünne Oxidschicht geschützt. Starke Säuren, starke Laugen und Quecksilberverbindungen zerstören diese Schicht.

Bewertungsskala

Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.

Zu diesen Daten

Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.

Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.