ChemicalResistance
ChemicalResistance.org

EPDM und Flusssäure: Beständigkeit

Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk

Bewertung

Konzentration20 °C50 °CHinweis
4 %C*–
50 %CD
70 %CD
100 %CD

* geschätzte Bewertung, in der Quelle ohne Temperaturangabe

Werkstoffvergleich bei 20 °C

Flusssäure: Werkstoffvergleich bei 20 °CEPDM: C (highlighted); FEP: A; LDPE: A; PP: A; PTFE: A; PVC hart: A.FEP: ALDPE: APP: APTFE: APVC hart: APVDF: AEPDM: CEPDMViton (FPM): CPVC weich: CAluminium: DNBR: DPolyamid (PA): DPolycarbonat: DPETG: DPOM (Acetal): DPolystyrol: DPolysulfon: DEdelstahl 304: DEdelstahl 316: DECTFE/ETFE: –HDPE: –PMP: –SAN: –Silikon: –
A sehr gut beständigB gut beständigC eingeschränkt beständigD nicht beständigkeine Angabe
Jeder Balken steht für einen Werkstoff. Höhere Balken bedeuten bessere Beständigkeit. Der hervorgehobene Balken ist der aktuelle Werkstoff.

Beständigkeitsübersicht

EPDM behält eine konstante Bewertung von C über alle 4 getesteten Konzentrationen (4 %, 50 %, 70 %, 100 %) von Flusssäure bei 20 °C. Dass sich die Bewertung im getesteten Bereich nicht mit der Konzentration ändert, vereinfacht die Werkstoffauswahl, wobei das Verhalten jenseits dieses Bereichs ungeprüft bleibt. Bei 50 °C sinkt die Beständigkeitsbewertung jedoch, was darauf hinweist, dass die Temperatur in der Auslegung berücksichtigt werden muss. Für beheizte Anwendungen wird eine zusätzliche Prüfung unter realen Betriebsbedingungen dringend empfohlen.

Anwendungskontext

Flusssäure kommt häufig in der chemische Verarbeitung und Metallveredelung vor. EPDM (Ethylene propylene diene rubber) ist ein Elastomer, der typischerweise für Dichtungen, O-Ringe, Schläuche und flexible Verbindungen eingesetzt wird. Da Flusssäure als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Praxisempfehlung

EPDM hat eingeschränkte Beständigkeit gegenüber Flusssäure und sollte nur für kurzzeitigen oder gelegentlichen Kontakt bei Raumtemperatur verwendet werden. Die Bewertung C bedeutet, dass der Werkstoff merkliche Veränderungen erfährt — Quellung, Festigkeitsverlust oder Oberflächenabbau —, die ihn für dauerhafte Installationen ungeeignet machen. Für dauerhafte oder kontinuierliche Belastung bieten LDPE, PP, PVC hart deutlich bessere Beständigkeit (Bewertung A).

Wussten Sie?

Ethylene propylene diene rubber wird häufig für Dichtungen, O-Ringe, Schläuche und flexible Verbindungen gewählt, weil es chemische Beständigkeit, mechanische Festigkeit und Wirtschaftlichkeit verbindet.

Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C

Grundlage: Zeile für 70 %, 20 °C.

Thermoplaste
PP A, PVC hart A, LDPE A
Fluorkunststoffe
PTFE A, PVDF A, FEP A

Über EPDM

EPDM ist gegen Wasser, Dampf, Laugen, Ketone und Alkohole beständig. Mineralöle, Kraftstoffe und aromatische Lösungsmittel lassen es stark quellen.

Bewertungsskala

Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.

Zu diesen Daten

Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.

Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.