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PMP und Salpetersäure: Beständigkeit

Polymethylpenten (TPX)

Bewertung

Konzentration20 °C50 °CHinweis
1-10 %AA
50 %BD
66 %BC
70 %BC
100 %––

Werkstoffvergleich bei 20 °C

Salpetersäure: Werkstoffvergleich bei 20 °CPMP: B (highlighted); ECTFE/ETFE: A; FEP: A; PTFE: A; PVDF: A; Edelstahl 304: A.ECTFE/ETFE: AFEP: APTFE: APVDF: AEdelstahl 304: AEdelstahl 316: AViton (FPM): BHDPE: BPMP: BPMPLDPE: CPVC hart: CAluminium: DEPDM: DNBR: DPolyamid (PA): DPolycarbonat: DPETG: DPOM (Acetal): DPP: DPolystyrol: DPolysulfon: DPVC weich: –SAN: –Silikon: –
A sehr gut beständigB gut beständigC eingeschränkt beständigD nicht beständigkeine Angabe
Jeder Balken steht für einen Werkstoff. Höhere Balken bedeuten bessere Beständigkeit. Der hervorgehobene Balken ist der aktuelle Werkstoff.

Beständigkeitsübersicht

Die Beständigkeit von PMP gegenüber Salpetersäure ist konzentrationsabhängig. Über die 4 getesteten Konzentrationen (1-10 %, 50 %, 66 %, 70 %) reicht die 20-°C-Bewertung von A bei niedrigeren bis D bei höheren Konzentrationen. Ingenieure müssen daher prüfen, welche Konzentration ihr Prozess tatsächlich umfasst, bevor sie sich auf eine einzelne Bewertung verlassen. Bei 50 °C sinkt die Beständigkeitsbewertung jedoch, was darauf hinweist, dass die Temperatur in der Auslegung berücksichtigt werden muss. Für beheizte Anwendungen wird eine zusätzliche Prüfung unter realen Betriebsbedingungen dringend empfohlen.

Anwendungskontext

Salpetersäure kommt häufig in der Laborarbeit und Wasseraufbereitung vor. PMP (Polymethylpentene (TPX)) ist ein Thermoplast, der typischerweise für Tanks, Rohrleitungen, Behälter und Auskleidungen eingesetzt wird. Da Salpetersäure als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Praxisempfehlung

PMP ist unter normalen Bedingungen für den Einsatz mit Salpetersäure geeignet, es ist jedoch mit geringfügigen Auswirkungen auf den Werkstoff zu rechnen. Eine regelmäßige Kontrolle auf Quellung, Erweichung oder Gewichtsänderung wird empfohlen, insbesondere bei langlebigen Bauteilen. Eine langzeitige Exposition bei erhöhten Temperaturen sollte vermieden werden, da die Beständigkeit bei 50 °C weiter abnimmt. Für sicherheitskritische oder langlebige Anwendungen sollten ECTFE/ETFE, FEP, PTFE (Bewertung A) in Betracht gezogen werden.

Wussten Sie?

Polymethylpentene (TPX) wird häufig für Tanks, Rohrleitungen, Behälter und Auskleidungen gewählt, weil es chemische Beständigkeit, mechanische Festigkeit und Wirtschaftlichkeit verbindet.

Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C

Grundlage: Zeile für 70 %, 20 °C.

Thermoplaste
HDPE B
Fluorkunststoffe
PTFE A, PVDF A, FEP A, ECTFE/ETFE A
Elastomere
Viton (FPM) B
Metalle
Edelstahl 316 A, Edelstahl 304 A

Über PMP

Polymethylpenten (TPX) ist ein transparentes Polyolefin für Laborgeräte. Es ist gegen viele Säuren und Laugen beständig; aromatische und chlorierte Lösungsmittel sowie starke Oxidationsmittel greifen es an.

Bewertungsskala

Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.

Zu diesen Daten

Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.

Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.