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Edelstahl 316 und Salpetersäure: Beständigkeit

Edelstahl 1.4401 (AISI 316)

Bewertung

Konzentration20 °C50 °CHinweis
1-10 %AA
50 %AB
66 %AB
70 %AB
100 %CC

Werkstoffvergleich bei 20 °C

Salpetersäure: Werkstoffvergleich bei 20 °CEdelstahl 316: A (highlighted); ECTFE/ETFE: A; FEP: A; PTFE: A; PVDF: A; Edelstahl 304: A.ECTFE/ETFE: AFEP: APTFE: APVDF: AEdelstahl 304: AEdelstahl 316: A316Viton (FPM): BHDPE: BPMP: BLDPE: CPVC hart: CAluminium: DEPDM: DNBR: DPolyamid (PA): DPolycarbonat: DPETG: DPOM (Acetal): DPP: DPolystyrol: DPolysulfon: DPVC weich: –SAN: –Silikon: –
A sehr gut beständigB gut beständigC eingeschränkt beständigD nicht beständigkeine Angabe
Jeder Balken steht für einen Werkstoff. Höhere Balken bedeuten bessere Beständigkeit. Der hervorgehobene Balken ist der aktuelle Werkstoff.

Beständigkeitsübersicht

Die Beständigkeit von Edelstahl 316 gegenüber Salpetersäure ist konzentrationsabhängig. Über die 5 getesteten Konzentrationen (1-10 %, 50 %, 66 %, 70 %, 100 %) reicht die 20-°C-Bewertung von A bei niedrigeren bis C bei höheren Konzentrationen. Ingenieure müssen daher prüfen, welche Konzentration ihr Prozess tatsächlich umfasst, bevor sie sich auf eine einzelne Bewertung verlassen. Bei 50 °C sinkt die Beständigkeitsbewertung jedoch, was darauf hinweist, dass die Temperatur in der Auslegung berücksichtigt werden muss. Für beheizte Anwendungen wird eine zusätzliche Prüfung unter realen Betriebsbedingungen dringend empfohlen.

Anwendungskontext

Salpetersäure kommt häufig in der Laborarbeit und Wasseraufbereitung vor. Edelstahl 316 (Stainless steel 1.4401 (AISI 316)) ist ein Metall, der typischerweise für Behälter, Wärmetauscher, Armaturen und tragende Bauteile eingesetzt wird. Da Salpetersäure als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Praxisempfehlung

Edelstahl 316 kann mit Zuversicht für die Lagerung und Handhabung von Salpetersäure eingesetzt werden. Die Bewertung A bedeutet, dass der Werkstoff nach längerem Kontakt unter Prüfbedingungen keine wesentlichen Änderungen in Gewicht, Abmessungen oder mechanischen Eigenschaften zeigt. Bei erhöhten Temperaturen (50 °C) tritt eine gewisse Verringerung der Beständigkeit auf; regelmäßige Inspektion ist bei beheizten Anwendungen ratsam. Das Verhalten unter realen Betriebsbedingungen sollte stets vorab geprüft werden.

Wussten Sie?

Stainless steel 1.4401 (AISI 316) wurde erstmals in den 1920er Jahren entwickelt und ist nach wie vor eines der am häufigsten verwendeten Metall in der chemischen Verfahrenstechnik.

Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C

Grundlage: Zeile für 70 %, 20 °C.

Thermoplaste
HDPE B, PMP B
Fluorkunststoffe
PTFE A, PVDF A, FEP A, ECTFE/ETFE A
Elastomere
Viton (FPM) B
Metalle
Edelstahl 304 A

Über Edelstahl 316

Edelstahl 316 (1.4401) enthält Molybdän, das die Beständigkeit gegen Chloride gegenüber 304 verbessert. Salzsäure und andere Halogenwasserstoffsäuren verursachen dennoch Lochfraß.

Bewertungsskala

Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.

Zu diesen Daten

Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.

Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.