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EPDM und Phosgen: Beständigkeit

Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk

Bewertung

Konzentration20 °C50 °CHinweis
flüssigC*–
gasförmigC*–

* geschätzte Bewertung, in der Quelle ohne Temperaturangabe

Werkstoffvergleich bei 20 °C

Phosgen: Werkstoffvergleich bei 20 °CEPDM: C (highlighted); FEP: A; Polyamid (PA): A; PTFE: A; POM (Acetal): B; Aluminium: C.FEP: APolyamid (PA): APTFE: APOM (Acetal): BAluminium: CEPDM: CEPDMViton (FPM): CLDPE: CNBR: CPolycarbonat: CPP: CPVDF: CEdelstahl 304: CEdelstahl 316: CPVC hart: DECTFE/ETFE: –HDPE: –PETG: –PMP: –Polystyrol: –Polysulfon: –PVC weich: –SAN: –Silikon: –
A sehr gut beständigB gut beständigC eingeschränkt beständigD nicht beständigkeine Angabe
Jeder Balken steht für einen Werkstoff. Höhere Balken bedeuten bessere Beständigkeit. Der hervorgehobene Balken ist der aktuelle Werkstoff.

Beständigkeitsübersicht

EPDM behält eine konstante Bewertung von C über alle 2 getesteten Konzentrationen (flüssig, gasförmig) von Phosgen bei 20 °C. Dass sich die Bewertung im getesteten Bereich nicht mit der Konzentration ändert, vereinfacht die Werkstoffauswahl, wobei das Verhalten jenseits dieses Bereichs ungeprüft bleibt. Die Bewertung bleibt zwischen 20 °C und 50 °C stabil, sodass dieser Werkstoff auch bei moderat erhöhten Prozesstemperaturen ohne zusätzliches Risiko eingesetzt werden kann.

Anwendungskontext

Phosgen kommt häufig in der Laborarbeit und chemische Verarbeitung vor. EPDM (Ethylene propylene diene rubber) ist ein Elastomer, der typischerweise für Dichtungen, O-Ringe, Schläuche und flexible Verbindungen eingesetzt wird. Da Phosgen als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Praxisempfehlung

EPDM hat eingeschränkte Beständigkeit gegenüber Phosgen und sollte nur für kurzzeitigen oder gelegentlichen Kontakt bei Raumtemperatur verwendet werden. Die Bewertung C bedeutet, dass der Werkstoff merkliche Veränderungen erfährt — Quellung, Festigkeitsverlust oder Oberflächenabbau —, die ihn für dauerhafte Installationen ungeeignet machen. Für dauerhafte oder kontinuierliche Belastung bieten Polyamid (PA), FEP, PTFE deutlich bessere Beständigkeit (Bewertung A).

Wussten Sie?

Die chemische Beständigkeit von EPDM hängt nicht nur von der Konzentration ab, sondern auch von der Einwirkdauer, mechanischen Belastung und der Anwesenheit anderer Chemikalien im Gemisch.

Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C

Grundlage: Zeile für gasförmig, 20 °C.

Thermoplaste
Polyamid (PA) A, POM (Acetal) B
Fluorkunststoffe
PTFE A, FEP A

Über EPDM

EPDM ist gegen Wasser, Dampf, Laugen, Ketone und Alkohole beständig. Mineralöle, Kraftstoffe und aromatische Lösungsmittel lassen es stark quellen.

Bewertungsskala

Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.

Zu diesen Daten

Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.

Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.