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Edelstahl 304 und Phosphorsäure: Beständigkeit

Edelstahl 1.4301 (AISI 304)

Bewertung

Konzentration20 °C50 °CHinweis
1-5 %AA
20 %AC
30 %AC
85 %BD

Werkstoffvergleich bei 20 °C

Phosphorsäure: Werkstoffvergleich bei 20 °CEdelstahl 304: B (highlighted); ECTFE/ETFE: A; FEP: A; Viton (FPM): A; HDPE: A; LDPE: A.ECTFE/ETFE: AFEP: AViton (FPM): AHDPE: ALDPE: APolycarbonat: APMP: APP: APolystyrol: APolysulfon: APTFE: APVC hart: APVC weich: APVDF: ASAN: AEdelstahl 316: AEdelstahl 304: B304EPDM: CAluminium: DNBR: DPolyamid (PA): DPOM (Acetal): DPETG: –Silikon: –
A sehr gut beständigB gut beständigC eingeschränkt beständigD nicht beständigkeine Angabe
Jeder Balken steht für einen Werkstoff. Höhere Balken bedeuten bessere Beständigkeit. Der hervorgehobene Balken ist der aktuelle Werkstoff.

Beständigkeitsübersicht

Die Beständigkeit von Edelstahl 304 gegenüber Phosphorsäure ist konzentrationsabhängig. Über die 4 getesteten Konzentrationen (1-5 %, 20 %, 30 %, 85 %) reicht die 20-°C-Bewertung von A bei niedrigeren bis D bei höheren Konzentrationen. Ingenieure müssen daher prüfen, welche Konzentration ihr Prozess tatsächlich umfasst, bevor sie sich auf eine einzelne Bewertung verlassen. Bei 50 °C sinkt die Beständigkeitsbewertung jedoch, was darauf hinweist, dass die Temperatur in der Auslegung berücksichtigt werden muss. Für beheizte Anwendungen wird eine zusätzliche Prüfung unter realen Betriebsbedingungen dringend empfohlen.

Anwendungskontext

Phosphorsäure kommt häufig in der chemische Verarbeitung und Oberflächenreinigung vor. Edelstahl 304 (Stainless steel 1.4301 (AISI 304)) ist ein Metall, der typischerweise für Behälter, Wärmetauscher, Armaturen und tragende Bauteile eingesetzt wird. Da Phosphorsäure als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Praxisempfehlung

Edelstahl 304 ist unter normalen Bedingungen für den Einsatz mit Phosphorsäure geeignet, es ist jedoch mit geringfügigen Auswirkungen auf den Werkstoff zu rechnen. Eine regelmäßige Kontrolle auf Quellung, Erweichung oder Gewichtsänderung wird empfohlen, insbesondere bei langlebigen Bauteilen. Eine langzeitige Exposition bei erhöhten Temperaturen sollte vermieden werden, da die Beständigkeit bei 50 °C weiter abnimmt. Für sicherheitskritische oder langlebige Anwendungen sollten HDPE, LDPE, Polycarbonat (Bewertung A) in Betracht gezogen werden.

Wussten Sie?

Chemische Beständigkeitsprüfungen nach DIN- und ISO-Normen bewerten typischerweise Gewichtsänderung, Maßänderung und Erhalt der Zugfestigkeit nach Eintauchen.

Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C

Grundlage: Zeile für 85 %, 20 °C.

Thermoplaste
HDPE A, PP A, PVC hart A, LDPE A, Polycarbonat A, PVC weich A, Polystyrol A, Polysulfon A, PMP A, SAN A
Fluorkunststoffe
PTFE A, PVDF A, FEP A, ECTFE/ETFE A
Elastomere
Viton (FPM) A
Metalle
Edelstahl 316 A

Über Edelstahl 304

Edelstahl 304 (1.4301) ist gegen oxidierende Säuren und die meisten organischen Chemikalien beständig. Chloride verursachen Lochfraß und Spannungsrisskorrosion.

Bewertungsskala

Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.

Zu diesen Daten

Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.

Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.