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FEP und Schwefelsäure: Beständigkeit

Tetrafluorethylen-Perfluorpropylen

Bewertung

Konzentration20 °C50 °CHinweis
1-6 %AA
20 %AA
40 %AA
60 %AA
80 %AA
95 %AA
rauchendA*–

* geschätzte Bewertung, in der Quelle ohne Temperaturangabe

Werkstoffvergleich bei 20 °C

Schwefelsäure: Werkstoffvergleich bei 20 °CFEP: A (highlighted); ECTFE/ETFE: A; Viton (FPM): A; PTFE: A; PVDF: A; Edelstahl 304: A.ECTFE/ETFE: AFEP: AFEPViton (FPM): APTFE: APVDF: AEdelstahl 304: AEdelstahl 316: APMP: BPVC hart: BHDPE: CLDPE: CPP: CAluminium: DEPDM: DNBR: DPolyamid (PA): DPolycarbonat: DPETG: DPOM (Acetal): DPolystyrol: DPolysulfon: DSAN: DPVC weich: –Silikon: –
A sehr gut beständigB gut beständigC eingeschränkt beständigD nicht beständigkeine Angabe
Jeder Balken steht für einen Werkstoff. Höhere Balken bedeuten bessere Beständigkeit. Der hervorgehobene Balken ist der aktuelle Werkstoff.

Beständigkeitsübersicht

FEP zeigt ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber Schwefelsäure über alle 7 getesteten Konzentrationen (1-6 %, 20 %, 40 %, 60 %, 80 %, 95 %, rauchend) bei 20 °C und ist damit eine zuverlässige Wahl für Lagerung, Transport und Handhabung bei jeder der getesteten Stärken. Die Bewertung bleibt zwischen 20 °C und 50 °C stabil, sodass dieser Werkstoff auch bei moderat erhöhten Prozesstemperaturen ohne zusätzliches Risiko eingesetzt werden kann.

Anwendungskontext

Schwefelsäure kommt häufig in der Wasseraufbereitung und Laborarbeit vor. FEP (Fluorinated ethylene propylene) ist ein Fluorkunststoff, der typischerweise für Dichtungen, Ventilsitze und ausgekleidete Anlagen eingesetzt wird. Da Schwefelsäure als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Praxisempfehlung

FEP kann mit Zuversicht für die Lagerung und Handhabung von Schwefelsäure eingesetzt werden. Die Bewertung A bedeutet, dass der Werkstoff nach längerem Kontakt unter Prüfbedingungen keine wesentlichen Änderungen in Gewicht, Abmessungen oder mechanischen Eigenschaften zeigt. Dies gilt sowohl bei 20 °C als auch bei 50 °C und bietet einen guten Sicherheitsspielraum für typische Prozessumgebungen.

Wussten Sie?

Bei der Auswahl von Fluorkunststoffn für den Einsatz mit Schwefelsäure berücksichtigen Ingenieure neben der Beständigkeitsbewertung auch Permeationsrate, Kriechverhalten und Schweißbarkeit.

Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C

Grundlage: Zeile für 95 %, 20 °C.

Thermoplaste
PVC hart B, PMP B
Fluorkunststoffe
PTFE A, PVDF A, ECTFE/ETFE A
Elastomere
Viton (FPM) A
Metalle
Edelstahl 316 A, Edelstahl 304 A

Über FEP

FEP erreicht nahezu die chemische Beständigkeit von PTFE und lässt sich aus der Schmelze verarbeiten. Seine Gebrauchstemperatur von etwa 200 °C liegt unter der von PTFE.

Bewertungsskala

Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.

Zu diesen Daten

Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.

Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.