Bewertung
| Konzentration | 20 °C | 50 °C | Hinweis |
|---|---|---|---|
| 1-6 % | A | B | |
| 20 % | B | C | |
| 40 % | D | D | korrigiert, siehe unten |
| 60 % | C | D | |
| 80 % | D | D | korrigiert, siehe unten |
| 95 % | A | C | |
| rauchend | A | A |
Korrigierte und umstrittene Werte
- Edelstahl 316 (40 %): Quellwert 2/3, angezeigt als 4/4. Weder 304 noch 316 ist gegen Schwefelsäure mittlerer Konzentration beständig: Der britische Edelstahlverband BSSA begrenzt 304 bei Raumtemperatur auf etwa 5 % und 316 auf etwa 22 %. Die Quelle bewertet beide mit B. [1] [2]
- Edelstahl 316 (80 %): Quellwert 2/3, angezeigt als 4/4. Weder 304 noch 316 ist gegen Schwefelsäure mittlerer Konzentration beständig: Der britische Edelstahlverband BSSA begrenzt 304 bei Raumtemperatur auf etwa 5 % und 316 auf etwa 22 %. Die Quelle bewertet beide mit B. [1] [2]
Quellwerte verwenden die Skala 1 (sehr gut) bis 4 (nicht beständig); 1 = A, 4 = D.
Werkstoffvergleich bei 20 °C
Beständigkeitsübersicht
Die Beständigkeit von Edelstahl 316 gegenüber Schwefelsäure ist konzentrationsabhängig. Über die 7 getesteten Konzentrationen (1-6 %, 20 %, 40 %, 60 %, 80 %, 95 %, rauchend) reicht die 20-°C-Bewertung von A bei niedrigeren bis D bei höheren Konzentrationen. Ingenieure müssen daher prüfen, welche Konzentration ihr Prozess tatsächlich umfasst, bevor sie sich auf eine einzelne Bewertung verlassen. Bei 50 °C sinkt die Beständigkeitsbewertung jedoch, was darauf hinweist, dass die Temperatur in der Auslegung berücksichtigt werden muss. Für beheizte Anwendungen wird eine zusätzliche Prüfung unter realen Betriebsbedingungen dringend empfohlen.
Anwendungskontext
Schwefelsäure kommt häufig in der chemische Verarbeitung und Laborarbeit vor. Edelstahl 316 (Stainless steel 1.4401 (AISI 316)) ist ein Metall, der typischerweise für Behälter, Wärmetauscher, Armaturen und tragende Bauteile eingesetzt wird. Da Schwefelsäure als ätzend eingestuft ist, ist die Wahl des Behälterwerkstoffs besonders kritisch, um Leckagen, Anlagenschäden und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.
Praxisempfehlung
Edelstahl 316 kann mit Zuversicht für die Lagerung und Handhabung von Schwefelsäure eingesetzt werden. Die Bewertung A bedeutet, dass der Werkstoff nach längerem Kontakt unter Prüfbedingungen keine wesentlichen Änderungen in Gewicht, Abmessungen oder mechanischen Eigenschaften zeigt. Bei erhöhten Temperaturen (50 °C) tritt eine gewisse Verringerung der Beständigkeit auf; regelmäßige Inspektion ist bei beheizten Anwendungen ratsam. Das Verhalten unter realen Betriebsbedingungen sollte stets vorab geprüft werden.
Wussten Sie?
Die hier gezeigten Bewertungen gelten für reines Schwefelsäure im Kontakt mit dem Basiswerkstoff. In der Praxis können Additive, Pigmente und Füllstoffe die Beständigkeit in beide Richtungen verändern.
Werkstoffe mit Bewertung A oder B bei 20 °C
Grundlage: Zeile für 95 %, 20 °C.
- Thermoplaste
- PVC hart B, PMP B
- Fluorkunststoffe
- PTFE A, PVDF A, FEP A, ECTFE/ETFE A
- Elastomere
- Viton (FPM) A
- Metalle
- Edelstahl 304 A
Über Edelstahl 316
Edelstahl 316 (1.4401) enthält Molybdän, das die Beständigkeit gegen Chloride gegenüber 304 verbessert. Salzsäure und andere Halogenwasserstoffsäuren verursachen dennoch Lochfraß.
Bewertungsskala
- A sehr gut beständig
- B gut beständig
- C eingeschränkt beständig
- D nicht beständig
- – keine Angabe
- K keine allgemeine Angabe möglich
Eine mit * markierte Bewertung ist ein Schätzwert der Quelle, kein Prüfergebnis. Ein Schätzwert wird als einzelner Wert ohne Temperatur angegeben.
Zu diesen Daten
Die Bewertungen stammen aus der Beständigkeitsliste der Bürkle GmbH, die sie aus Angaben verschiedener Rohstoffhersteller zusammengestellt hat. Sie beziehen sich auf Labortests mit Rohstoffen bei 20 °C und 50 °C.
Ein fertiges Bauteil ist zusätzlich Druck, Materialspannungen, Schweißnähten und Gemischen ausgesetzt, die ein Labortest nicht erfasst. Die Bewertung dient als erste Orientierung; vor dem Einsatz unter eigenen Bedingungen prüfen.